BIM:Puls - Digitalisierung & Nachhaltigkeit
Veranstaltungen BIM
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Fotograf: Johannes Müller
Teil 1: Digitale Werkzeuge und ihr Einfluss auf nachhaltige Entwurfsentscheidungen
Digitale Werkzeuge sind längst im Planungsalltag angekommen. Spannend wird es aber erst dann, wenn sie mehr tun, als nur Modelle zu erzeugen oder Daten zu verwalten. Im Idealfall helfen Sie den Planenden bessere Entscheidungen zu treffen. Genau hier setzt die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit an: Wenn Auswirkungen auf Umwelt und Gebäude-Lebenszyklus früh erkennbar werden, beeinflusst das Entwurfsentscheidungen.
Mit dem Format „BIM:Puls“ des BIM Cluster Bayern greift die Bayerische Architektenkammer diese Entwicklung auf. Der erste Teil der Veranstaltungsreihe zeigte, was das konkret für die Planung bedeutet – aus Sicht von Beratung, Büropraxis, BIM-Management und Forschung:
Wie können digitale Werkzeuge so eingesetzt werden, dass sie nachhaltige Entscheidungen wirklich unterstützen?
Digitale Werkzeuge entfalten ihren Mehrwert nur dann, wenn sie durch Planende sinnvoll in den Prozess eingebunden werden. Dazu reicht es nicht, einfach ein digitales Modell aufzubauen – entscheidend ist, welche Informationen darin stecken, wie sie genutzt werden und wer damit arbeitet. Erst dann entsteht der eigentliche Mehrwert. Wichtig ist es Zusammenhänge sichtbar zu machen, die man sonst kaum greifen kann. Wenn CO₂-Werte, Materialmengen oder Varianten direkt im Entwurf vergleichbar werden, verändert das die Diskussion.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Verbindung zur Kreislaufwirtschaft. Wenn Gebäude so geplant werden sollen, dass Materialien später wiederverwendet werden können, muss man dokumentieren, was verbaut ist. Genau hier kommen digitale Methoden ins Spiel: Mit Ihnen werden Art & Typ der Bauteile, die verwendeten Materialien und ihre Eigenschaften erfasst. Komplexe Datenmengen werden katalogisiert und planbar aufbereitet. Ohne diese Grundlage bleibt zirkuläres Bauen schnell Theorie.
Mit seiner Vorstellung des gegen Ende des Jahres 2026 durch die Bundesarchitektenkammer in Aussicht gestellten Leitfaden „BIM für Architekten: Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ gab Architekt Niklas Heese einen ersten Einblick auf den Inhalt der Planungshilfe und die Arbeit der gleichnamigen Arbeitsgruppe auf Bundesebene: "Ziel unserer Arbeit ist es, die vielen einzelnen Aspekte – von CO₂-Bewertung bis Lebenszyklusanalyse – verständlich und kompakt aufzubereiten, um Planende im Büroalltag zu unterstützen."
Als Fazit der Veranstaltung bleibt: Digitale Werkzeuge verändern nicht nur, wie geplant wird, sondern vor allem, wann und auf welcher Grundlage Entscheidungen getroffen werden. Genau darin liegt ihr eigentlicher Wert.
Teil 2: Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft
Dieser zweite Teil der Reihe richtet den Blick auf die konkrete Umsetzung kreislaufgerechter Strategien im Planungs- und Bauprozess. Im Fokus steht, wie Zusammenarbeit, Materialverfügbarkeit und digitale Werkzeuge zusammengedacht werden können und welche Anforderungen sich daraus für Planung, Vergabe und Projektorganisation ergeben. Impulse aus der Praxis und der Beratung geben Einblick in aktuelle Ansätze und Erfahrungen. Im anschließenden offenen Austausch werden Herausforderungen, Potenziale und offene Fragen gemeinsam diskutiert und eingeordnet.
Digitale Werkzeuge schaffen die Grundlage dafür, kreislaufgerechtes Planen und Bauen überhaupt umsetzbar zu machen – etwa durch die Erfassung, Bewertung und Verfügbarkeit von Materialien und Bauteilen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie diese Informationen in der Praxis genutzt werden können und welche Rahmenbedingungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft erforderlich sind.
Vorträge der Veranstaltungsreihe
Teil 1 "Digitale Werkzeuge und ihr Einfluss auf nachhaltige Entwurfsentscheidungen"
Digital = Nachhaltig? Zum Einsatz digitaler Planungstools
Andrea Bitter, Architektin
Link zur Aufzeichnung
Planungspraxis: BIM & Digitale Nachhaltigkeitstools
Kai Otto, Architekt
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Mehrwerte für Nachhaltigkeitsnachweise durch den Einsatz von BIM
Michael Willimek, Architekt
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Zirkuläres Bauen trifft Digitalisierung - der Schlüssel für die Bauwende?
Andrea Heil, Bauingenieurin
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Leitfaden für Architekten: Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Niklas Heese, Architekt
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Teil 2 "Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft"
Wer will den Schrott? Städtebauliches Flächenmanagement und Baustoffrecycling
Stefan Fina, Professor für klimaneutrale Stadtentwicklung, Technische Hochschule Augsburg
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Zirkularitätspotenzial der Baumaterialien im Gebäude
Hildegund Figl, Geschäftsführung baubook GmbH, Wien
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Einsatz digitaler Werkzeuge in der nachhaltigen Planung
Frank Hadwiger, Architekt, Freie Ideenwerkstatt für Architektur und Kunst, Amelunxen
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